Was passiert mit dem Tragbild eines Kegelrads, wenn sich das gesamte Getriebesystem unter Last verformt?
Mit der neuesten Version des SystemManagers, der Erweiterung für die Berechnungslösungen eAssistant und TBK von GWJ Technology, steht jetzt eine neue Schnittstelle zur Kegelradsoftware KIMoS von Klingelnberg zur Verfügung.
Diese neue Kopplung ermöglicht es, die Auswirkungen von Systemverformungen und -steifigkeiten auf die Relativpositionierung der Kegelradkomponenten in der anschließenden Zahnkontaktanalyse zu berücksichtigen.
KIMoS ⇒ SystemManager ⇒ KIMoS
1. Geometrie definieren:
Der Kegelradsatz wird in KIMoS ausgelegt und über eine XML-Schnittstellendatei exportiert.
2. Import in den SystemManager:
Die KIMoS-Daten werden in die entsprechende Kegelradverbindung im SystemManager importiert.
3. Gesamtes Getriebesystem berechnen:
Für verschiedene Lastfälle ermittelt der SystemManager die Relativpositionen von Ritzel und Rad unter Berücksichtigung der Verformungen und Steifigkeiten des Gesamtsystems.
4. Ergebnisse an KIMoS übertragen:
Nach der Systemberechnung kann die KIMoS-XML-Datei mit den zusätzlichen lastabhängigen Daten für alle Lastfälle erneut exportiert und über den Load Spectrum Editor in KIMoS importiert werden.
5. Tragbild über das gesamte Lastspektrum analysieren und optimieren:
Die resultierenden Daten können anschließend für eine Load Tooth Contact Analysis (LTCA) über das gesamte Lastspektrum verwendet werden. Dadurch lässt sich das belastete Tragbild des Kegelradpaares analysieren und optimieren.
Damit wird die Kegelradauslegung von der isolierten Betrachtung der Verzahnung auf die realen Bedingungen im Gesamtsystem erweitert.
Vom idealisierten Kegelradsatz zur realitätsnahen, lastabhängigen Auslegung im Getriebesystem.