GearEngineer
Der GearEngineer ist eine leistungsstarke und intelligente Software zur Berechnung von verschiedenen Zahnradtypen. Der Fokus des GearEngineer liegt auf der Berechnung und Ausgabe der exakten 3D-Zahnform komplexer Verzahnungen. Diese dient als Ausgangsbasis für alternative Herstellungsmethoden, wie die Fertigung der Zahnräder auf Universal-Mehrachsbearbeitungszentren. Darüber hinaus stehen auch Berechnungsmethoden nach DIN und ISO für die Tragfähigkeitsberechnung von Verzahnungen zur Verfügung. Weiterhin ist auch eine Zahnkontaktanalyse integriert.
Der GearEngineer zählt in diesem Bereich zu den weltweit führenden Softwarelösungen und wurde bereits mit dem MM-Award ausgezeichnet.
Kurzüberblick
Der GearEngineer ermöglicht die Berechnung von evolventischen Stirnradverzahnungen als:
- Außen- und Innenverzahnung
- Gerad- oder Schrägverzahnung
- Evolventische Zahnwellen
Damit können auf Basis der exakten Zahnform entsprechende Stirnräder sowie Zahnwellen und Zahnwellennaben hergestellt werden. Die Fertigung von echten und unechten Pfeilverzahnungen, d.h. von Doppelschrägverzahnungen mit und ohne Abstand, ist damit ebenfalls möglich.
Weiterhin können auch verschiedene Typen von Kegelrädern berechnet werden. Zum Beispiel:
- gerad- und schrägverzahnte Kegelräder mit verschiedenen Zahnhöhenformen
- spiralverzahnte bzw. bogenverzahnte Kegelräder
Die 3D-Zahnformberechnung und -ausgabe ist für gerad- und schrägverzahnte Kegelräder mit konstanter und sich verjüngender Zahnhöhe möglich. Für spiralverzahnte Kegelräder wird derzeit das System Klingelnberg Zyklo-Palloid® unterstützt. Die Ausgabe der 3D-Verzahnungsgeometrie erfolgt im STEP- und IGES-Format.
Für die Dokumentation der Berechnungsergebnisse können Protokolle im HTML- und PDF-Format generiert werden. Die Software ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich.
Vorteile und neue Möglichkeiten
Bei der Herstellung von Verzahnungen auf CNC-Bearbeitungszentren ergeben sich die folgenden Vorteile und Möglichkeiten:
- Mehr Freiheitsgrade für eine optimale Auslegung von Verzahnungen, wie z.B. frei wählbarer Modul, von 20° abweichende Eingriffswinkel, Sonderverzahnungen wie Hoch- und Kurzverzahnungen oder auch Pfeilverzahnungen (Doppelschrägverzahnungen mit und ohne Abstand), Kegelräder
- Kompaktere Bauteile, da z.B. Wälzfräserauslauf nicht notwendig
- Geringere Werkzeugbevorratung, da Herstellung mit Standardwerkzeugen
- Herstellung komplexer Teile mit Verzahnungen in einer Aufspannung möglich, so z.B. Teile mit Innen- und Außenverzahnungen
- Keine Verzahnungsmaschinen notwendig
- Größere Bauteilabmessungen und größerer Modulbereich möglich, z.B. außenverzahnte Stirnräder bis zu einem maximalen Durchmesser von 16.000 mm, Innenverzahnungen bis ca. 3.000 mm oder Kegelräder bis 4.000 mm Außendurchmesser je nach Ausführung des Bearbeitungszentrums
- Trockenbearbeitung
- Weich- und Hartbearbeitung möglich
- Geeignet für Einzelteil- und Kleinserienfertigung ab ca. Modul 3 oder 4 aufwärts
- Produktivität und Bearbeitungszeiten je nach Anforderungen vergleichbar oder besser gegenüber bisheriger Fertigung (insbesondere im größeren Modulbereich)
- DIN-Verzahnungsqualitäten von 4 und besser möglich, Oberflächen nahezu wie geschliffen realisierbar